Destination Wedding - Was es zu beachten gilt

Romantischer Traumstrand, atemberaubende Wildnis oder hoch aufragende Ruinen – welche Hochzeitskulisse ist eure?

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War eine Hochzeit weit weg von Zuhause früher noch verpönt, weil sie eigentlich nur von Paaren zelebriert wurde, die gegen den Willen ihrer Familien heiraten wollten und dafür durchbrennen mussten, ist die sogenannte „Destination Wedding“ heute längst Trend. Die Möglichkeiten sind aber auch zu verlockend. Stellt euch nur vor: Die Braut schreitet barfuß durch den weißen Sand auf den Seychellen zum Altar, in einem zarten Spitzenkleid, eine Blumenkette um den Hals. Oder denkt euch einen Bräutigam, der seine Zukünftige im Kilt vor den eindrucksvollen Ruinen einer trutzigen Burg inmitten der Highlands erwartet. Eine Hochzeit im Ausland ist eben etwas ganz anderes, als eine Trauung in gewohnter, heimischer Umgebung.

 

Weltweit für euch da

 

Auch für einen professionellen Hochzeitsfotografen wie mich, der Brautpaare weltweit an ihrem besonderen Tag begleitet, ist es immer wieder ein tolles Erlebnis das glückliche Pärchen vor einer Traumkulisse unter Palmen, vor einem Beduinenzelt oder im tiefgrünen Urwald fotografieren zu dürfen. Bei so viel Inspiration entstehen nicht einfach nur Fotos. Es entstehen bleibende Erinnerungen, die euch das unbeschreibliche Gefühl, das euch an diesem Tag, eurem Hochzeitstag, begleitet hat, immer wieder zurückbringen.

 

Allerdings gibt es bei einer Destination Wedding, also einer Trauung, zu der Hochzeitspaar und Gäste anreisen müssen, auch einiges zu beachten und zu bedenken. Denn organisatorisch gesehen ist vor allem eine Hochzeit im Ausland eine ganz eigene Herausforderung. Mit der Wahl eures Traumlandes und der passenden Hochzeitslocation vor Ort ist es bei Weitem nicht getan. Eheschließungen sind nicht überall uneingeschränkt möglich. Dabei ist der Gedanke im Urlaub, also in einer entspannten Atmosphäre, in einer Umgebung, in der ihr den Alltag tatsächlich gänzlich ausblenden könnt, zu heiraten ja mehr als nachvollziehbar.

 

 

 

Die richtige Planung ist alles

 

Oftmals ist es ratsam, sich bei dieser doch sehr individuellen Art der Heirat, professionelle Hilfe zu holen. Ein Hochzeitsplaner beispielsweise, der sich mit örtlichen Gepflogenheiten und Vorschriften auskennt und vor Ort bereits zahlreiche, etablierte Kontakte pflegt, kann euch vieles erleichtern. Ihm könnt ihr die Organisation von Essen, Musik, Location, ja des ganzen Ablaufplans anvertrauen. Natürlich lässt sich eine Destination Wedding aber ebenso auf eigene Faust planen und erfolgreich umsetzen.

 

Am wichtigsten ist es, dass ihr euch rechtzeitig informiert welche Papiere ihr für eine Eheschließung – speziell im Ausland – benötigt. Jedes Land hat diesbezüglich eigene Vorschriften – auch was die unterschiedlichen Arten einer Trauung (Standesamt, Kirche, freie Zeremonie) angeht. Müssen die Unterlagen noch übersetzt werden? Bis wann sind die Fristen für die Einreichung beim örtlichen Standesamt? Oder ist vielleicht nur eine kirchliche oder freie Hochzeit möglich? Was ist für die Einreise nötig? Braucht ihr eventuell sogar ein Visum? All das muss geklärt sein. Und natürlich sind die Einreisebestimmungen für eure Gäste ebenfalls ein Thema.

 

Womit bereits ein weiterer entscheidender Punkt angesprochen wäre: Wollt ihr ohne Gäste, in romantischer Zweisamkeit heiraten oder soll es doch lieber die große Party mit Familie und Freunden werden? Entsprechend müsst ihr euch Gedanken darüber machen, welche Kosten ihr übernehmen könnt und wollt. Die Ausgaben für An- und Abreise, sowie für die Unterbringung der Eingeladenen können – je nach Größe der Gesellschaft – ganz schön üppig ausfallen. Am besten nehmt ihr vorab schon einmal Kontakt auf, um abzuklopfen, wer überhaupt kommen kann und möchte und zu welchen Bedingungen. Eine „Save-the-date“-Karte ist eine nette und unverbindliche Möglichkeit dazu.

 

Damit sich eure Gäste dann in der ungewohnten Umgebung, vielleicht ja sogar in einem fremden Land, dessen Sprachen sie nicht sprechen oder verstehen, wohlfühlen, ist auch vor Ort eine gute Voraborganisation gefragt. Vielleicht kümmert ihr euch darum, dass alle rechtzeitig zur Feier kommen. Das macht es allen Beteiligten einfacher.

 

 

Ab ins Paradies – und zwar ohne Tante Paula

 

Möchtet ihr eure Hochzeit ganz für euch alleine feiern? Na dann los! Gesellschaftliche Normen, wie ihr zu heiraten habt und wen ihr unbedingt einladen müsst, sind zum Glück längst überholt. IHR seid das Brautpaar und IHR bestimmt wie eure Trauung ablaufen und wer dabei sein soll. Für viele, die ohne Familie und Freunde den Bund fürs Leben schließen, ist es dann aber umso wichtiger, ausdrucksstarke Fotos zu haben. Denn sie bieten den Lieben zu Hause die Möglichkeit, die glücklichsten Stunden des Hochzeitspaares doch noch mitzuerleben.

 

Kurzum: Eine Hochzeit im Ausland ist sicherlich nicht für jedes Paar das Richtige. Doch wenn ihr offen seid und Spaß am Reisen habt, am Sammeln neuer Eindrücke, am Entdecken fantastischer Naturwunder, am Erkunden einmaliger Orte und am Erleben anderer Kulturen, dann solltet ihr zumindest einmal über eine Heirat fernab eurer Heimat, vielleicht sogar inklusive anschließender Flitterwochen, nachdenken. Diese ganz besondere Art der Eheschließung ermöglicht es euch, euch als Paar, mit euren persönlichen Vorlieben und dem was ihr seid und was euch ausmacht, selbst zu verwirklichen. Ihr werdet staunen, an welch ungewöhnlichen Orten eine Trauung möglich ist. Fragen kostet nichts und kann sich wirklich lohnen.

 

Fotos: Elena Wagner Photography

 

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Elena Wagner

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